Barnes war einer von sieben. Mit ihm gingen Paul Esper und Thomas Ordway von der Navy, Mark Gifford und Nathan Woods von der Army, Aaron Sanboeuf und Jacob McFadden vom Marine Corps durch das Programm. Was sie vor Gericht gebracht hatte, lag bei fast allen näher am Dienst als am Vorsatz: posttraumatische Belastungsstörung, Alkohol, Tabletten, das lange Nachhallen dessen, was andernorts geschehen war.
Der Williamson County Veterans Treatment Court, seit 2016 im Amt, behandelt solche Fälle nicht als Serie von Verstößen, sondern als eine Aufgabe, für die man ein Team braucht. Jedem Teilnehmer wird eines zugeteilt: Bewährungshelfer, jemand aus der Staatsanwaltschaft, ehrenamtlich arbeitende Anwälte, die selbst gedient haben, Sozialarbeiter der Veteranenbehörde, Fachleute für psychische Gesundheit und für den Umgang mit Wut. Dazu kommt ein Mentor — ein anderer Veteran, der den Weg bereits hinter sich hat.
Nie wieder wird eine Generation von Veteranen eine andere im Stich lassen.
Dieser Satz ist der Gründungsgedanke der Vietnam Veterans of America, deren Ortsverband 1140 dem Gericht 2.000 Dollar für die weitere Arbeit übergab. Die Idee, Veteranen von Veteranen begleiten zu lassen, stammt ursprünglich aus Buffalo im Staat New York, wo Richter Robert T. Russell Jr. Anfang 2008 das erste derartige Verfahren eröffnete — angeregt von zwei Vietnamveteranen in seinem eigenen Gerichtspersonal, Hank Pirowski und Jack O'Connor.
Die Decken kamen vom Quilts-of-Valor-Ausschuss der Cumberland Valley Quilters unter dem Vorsitz von Pat McMahon. Die Bewegung geht auf Catherine Roberts zurück, die 2003 in Seaford, Delaware, zu nähen begann, während ihr Sohn Nat im Irak war. Den Anstoß gab ihr ein Traum: ein Soldat, umgeben von dem, was sie Kriegsdämonen nannte, der ruhig wurde, als man ihn in eine Decke hüllte. Die ersten 300 Quilts wurden im November jenes Jahres im Walter Reed Army Medical Center verteilt, etwa die Hälfte davon an Männer und Frauen, deren Verletzungen niemand sehen konnte.
Jede Decke trägt ein Etikett mit dem Namen des Empfängers und dem Datum. Barnes, Esper, Gifford, Woods, Ordway, Sanboeuf, McFadden — sieben Namen, in Stoff genäht, an einem Vormittag in Franklin.
Die Absolventen sprachen danach von wiedergewonnenem Vertrauen in sich selbst und von einer Zukunft, an die sie vor dem Programm nicht mehr geglaubt hatten.