Hung ist Bauer, kein Ingenieur. Was er dort zusammensetzte, beschreibt sein eigenes Handwerk: ein Motor, ein System aus Schneidklingen, eine Einheit, die das Gras aufnimmt und zerkleinert, ein Lenkgriff und ein Fahrgestell auf Rädern, das sich anheben lässt. Die Maschine ist für weichstieliges Futtergras gebaut. Sie mäht, sammelt und häckselt in einem einzigen Durchgang.
Bis dahin hatten die Bauern der Gegend mit handgeführten Grasschneidern gearbeitet. Nach Angaben der Zeitung Dan Viet ist Hungs Gerät etwa zehnmal schneller als die Arbeit von Hand. Die körperliche Arbeit sinkt um 50 bis 70 Prozent. Stunden, die früher im Gras vergingen, gehören nun wieder dem Hof.
In Hau Nghia ist das keine Nebensache. Mehr als 15.000 Rinder leben in der Gemeinde, verteilt auf über 2.300 Haushalte. Jeder von ihnen kennt die Mühe, die Hung hinter sich lassen wollte. So blieb die Maschine nicht lange allein: Rund 50 Stück hat Hung inzwischen an andere Bauern verkauft, in Tay Ninh und darüber hinaus.
Den Namen Hau Nghia trug einst eine ganze Provinz, von 1963 bis 1976. Heute ist es eine Gemeinde, früher Teil der Provinz Long An, die im Zuge der landesweiten Neuordnung mit Tay Ninh zusammengelegt wurde. In dieser neuen Provinz rief der Bauernverband gemeinsam mit dem Amt für Wissenschaft und Technologie erstmals einen Wettbewerb für technische Neuerungen von Landwirten aus.
Aus 67 der 96 Gemeinden und Bezirke kamen 79 Einreichungen, viele davon von Menschen, die wie Hung ein Problem aus ihrem eigenen Alltag gelöst hatten. Die Jury wählte 20 Finalisten aus. Den ersten Preis erhielt Nguyen Tan Sang aus Hoa Khanh für eine Maschine, die Grassamen aus Reis siebt. Den zweiten bekam Vo Thanh Liem für ein verbessertes Brutsystem für die Eier des Rotschwanzwelses.
Hungs Grasschneider gewann einen von zwei dritten Preisen. Bei der Verleihung in Tay Ninh stand er unter Menschen, die wie er ihre eigene Arbeit leichter gemacht hatten.