Es ist eine mühsame, fast handwerkliche Arbeit, die Steve Tatko und seine Mitarbeiter in dieser Wildnis leisten. Sie graben das Metall aus der Erde, das einst für den Holztransport verlegt wurde und nun wie ein Pfropfen im Kreislauf der Natur steckt. Anstelle der engen Röhren, die das Wasser beschleunigen und für junge Fische unpassierbar machen, setzen sie weite, nach unten offene Bögen aus Stein und Holz. Unter diesen Brücken findet das Wasser seinen alten Rhythmus wieder, und mit ihm kehren die Bachforellen und der Atlantische Lachs zurück.

Diese Tiere sind auf die kalten, sauerstoffreichen Quellbäche angewiesen, um ihre Eier in das lockere Kiesbett abzulegen. Wenn die Jungfische schlüpfen, benötigen sie die geschützte Einsamkeit der Oberläufe als Kinderstube, bevor sie die physiologische Wandlung für ein Leben im Salzwasser vollziehen. Ohne die nun wiederhergestellte Verbindung bliebe dieser biologische Drang an einem verrosteten Rohrabsatz hängen.

Die Arbeit des Appalachian Mountain Club, der in sein 150. Jahr geht, ist dabei mehr als die Pflege einer Landschaft. Mit dem Erwerb von weiten Waldflächen im Rahmen der Maine Woods Initiative hat die Organisation einen Raum geschaffen, in dem die Natur nicht nur geschützt, sondern aktiv geheilt wird. Fast 90.000 Mitglieder stützen diese Arbeit, die im Stillen erfolgt, fernab der großen Städte.

Wenn im Herbst die Lachse gegen den Strom ziehen, spüren sie nicht mehr den harten Widerstand von Metall und Beton, sondern den vertrauten Grund aus Sand und Stein. Es ist das Ergebnis einer Entscheidung, der Natur den Vorrang vor der Bequemlichkeit alter Wege zu geben.