Zu Hause an der Kapiti Coast, nördlich von Wellington, suchte Ashley nach Menschen, die dasselbe taten. Er fand keine. Keep New Zealand Beautiful, die Organisation, die sich seit Jahrzehnten gegen die Vermüllung des Landes einsetzt, hatte dort keine Ortsgruppe. Also schrieb er ihr. Mit ihrer Hilfe und mit Unterstützung des Kapiti Coast District Council entstand die erste Gruppe der Region. Heute heißt sie Keep Kapiti Beautiful.
Seither organisiert Ashley öffentliche Aufräumaktionen und leitet sie selbst. Er versorgt Schülerinnen und Schüler mit Greifzangen, Warnwesten, Handschuhen und Säcken, damit sie in eigenen Aktionen aufräumen können. Wenn er unterwegs ist, fährt er ein Auto mit dem Schriftzug der Organisation. So trägt er ihr Anliegen durch die Straßen, auch wenn er gerade nichts aufsammelt.
Jede Woche geht er zusammen mit Menschen von Hōhepa Wellington durch die Parks der Küste. Hōhepa ist eine Wohngemeinschaft für Erwachsene mit geistiger Behinderung. In Otaihanga leben sechzehn von ihnen in acht Häusern, sie ziehen Gemüse und betreiben eine Gärtnerei für einheimische Pflanzen. Einmal in der Woche heben sie mit Ashley Verpackungen und Flaschen aus dem Gras.
Ein Fundstück, größer als alles, was er sonst aufgelesen hat, fand Ashley auf Kapiti Island. Die Insel liegt gut fünf Kilometer vor der Küste. Sie ist seit über einem Jahrhundert geschützt, seit 1999 gilt sie als frei von eingeschleppten Raubsäugetieren, und Takahē und Kiwis leben dort. Wer an Land gehen will, braucht eine Genehmigung. Selbst dorthin gelangt also der Müll, trotz der Genehmigungspflicht und der langen Jahre des Schutzes.
Keep New Zealand Beautiful würdigt vor allem, dass Ashley andere mitnimmt: Studierende, Schulkinder, Nachbarn. Aus einer Gewohnheit von zwei Reisenden ist eine Aufgabe für einen ganzen Küstenstreifen geworden.