Es war ein Prozess der geduldigen Reinigung. In der Laguna Primera de Palos hoben Maschinen tiefes Sediment aus dem Becken, während menschliche Hände fremde Pflanzen aus dem Boden zogen, um der ursprünglichen Ufervegetation wieder Raum zum Atmen zu geben. Was einst als bloßes Randgebiet galt, verwandelte sich unter der Obhut der Fundación Moeve in ein Mosaik aus Wasserflächen, das heute 85 bedrohten Arten als Zuflucht dient.
Die Verwandlung dieser Orte, die auf alten Küstendünensystemen ruhen, erforderte einen langen Atem. Wo früher Stille über brackigen Restgewässern lag, ist heute das Leben in seiner Vielfalt zurückgekehrt. Die Strategie der Restaurierung, die einst in Palos de la Frontera ihren Anfang nahm, hat sich mittlerweile auf fünf Standorte ausgeweitet, darunter die Marschlande der Marismas del Odiel und die Umweltstation Madrevieja.
In der Station Madrevieja in Cádiz lässt sich der Erfolg an einer beinahe lautlosen Bewegung messen: dem Flügelschlag einer Schleiereule. Seit Beginn der Arbeiten wurden dort 67 dieser Tiere ausgewildert, während in den schattigen Tümpeln acht erwachsene Europäische Sumpfschildkröten für den Fortbestand ihrer Art sorgen. Es ist eine Rückkehr der Kreatur in eine vom Menschen geprägte Landschaft.
Dieses neue Gleichgewicht zieht auch jene an, die die Zukunft gestalten werden. Über 7.600 Forscher und Studenten sind bereits an diese Ufer gekommen, um zu beobachten, wie aus einer verwundeten Landschaft wieder ein atmendes Ganzes wird. Die Stiftung sucht nun nach neuen Allianzen, um dieses Modell der Heilung auf weitere gefährdete Ökosysteme in ganz Spanien zu übertragen.