Als Leiter der Abteilung für natürliche Ressourcen blickt Cobeñas auf eine Landschaft, in der das Grün der Baumkronen gefährlich dünn geworden ist. Der Weißstirn-Kapuzineraffe, ein Wesen von kaum 3,4 Kilogramm Körpergewicht, gehört heute zu den 25 am stärksten bedrohten Primatenarten der Welt. Sein Überleben hängt an einem seidenen Faden aus Ästen, die durch Landwirtschaft und illegalen Holzeinschlag in der Provinz Zarumilla immer weiter auseinandergerissen wurden.

Mit der Unterzeichnung der Regionalverordnung No. 003-2024 hat Cobeñas nun einen rechtlichen Rahmen geschaffen, der die Erhaltung dieser Art und des Mantelbrüllaffen zur öffentlichen Notwendigkeit erklärt. Es ist ein unaufgeregter Akt der Vernunft, der eine vierjährige Strategie einleitet, um die Fragmente des Waldes wieder miteinander zu verbinden.

Das Zentrum dieser Bemühungen liegt im Schutzgebiet Angostura Faical. Hier sollen heimische Baumarten gepflanzt werden, um jene Korridore zu schließen, die den Tieren eine sichere Bewegung ermöglichen. Die Primaten sind dabei nicht nur Schutzbefohlene, sondern zugleich die wichtigsten Akteure des Waldes selbst. Als Samenfresser verteilen sie die Keime künftiger Baumgenerationen unversehrt über das Terrain und sorgen so für die natürliche Regeneration ihres eigenen Heims.

Cobeñas’ Plan setzt auf diese stille Symbiose. In einer Welt, in der sich diese Affen mit zerdrückten Tausendfüßlern einreiben, um sich mit deren Sekreten vor Insekten zu schützen – eine fast zärtliche Geste der Anpassung –, ist die Wiederherstellung des Waldes der einzige Weg, ihre Vertreibung dauerhaft zu beenden.