Das neue National Artificial Intelligence Research and Innovation Center, kurz NAIRIC, fungiert als Bindeglied zwischen einer akademischen Welt der Datenströme und der harten Realität der MSMEs – jener kleinsten und mittleren Unternehmen, die das Rückgrat der philippinischen Gesellschaft bilden. Bisher blieb der Zugang zu modernen Rechenkapazitäten, wie dem 1,2-Petaflop-Supercomputer in privaten Instituten, meist großen Konzernen vorbehalten. Das neue Zentrum hingegen ist darauf ausgerichtet, diese Ressourcen zu bündeln und sie für den Alltag in der Landwirtschaft, der Fertigung und im Gesundheitswesen zu übersetzen.

Die Herausforderung ist physischer Natur: Während die Digitalisierung voranschreitet, kämpfen Unternehmer außerhalb der Hauptstadtregion mit den Kosten für Breitbandanschlüsse. Das Zentrum begegnet diesem Umstand nicht mit Forderungen, sondern mit Pragmatismus. Es entsendet Forscher direkt in die Betriebe, um dort Lösungen zu entwickeln, die ohne teure Infrastruktur auskommen.

Besonders die kleinsten Händler, deren Leben sich zwischen den eng gestapelten Waren ihrer Nachbarschaftsläden abspielt, standen bisher abseits der technologischen Entwicklung. Die Kooperation mit Universitäten sieht vor, dass Absolventen der Computerwissenschaften ihre Projekte nicht in fernen Laboren, sondern in direkter Zusammenarbeit mit diesen Unternehmern umsetzen. Es geht um eine Form der Alphabetisierung, die dort ansetzt, wo der Bleistift das Papier berührt.

Durch die Zentralisierung der zuvor verstreuten Initiativen unter dem Dach des DoST wird eine Struktur geschaffen, die Beständigkeit verspricht. In einer Region, in der digitale Zahlungen bereits über 40 Prozent der Transaktionen ausmachen, ist die Integration von Intelligenz in die Logistik und Lagerhaltung der nächste logische Schritt. Es ist eine stille Transformation, getragen von der Überzeugung, dass Fortschritt erst dann seinen Namen verdient, wenn er auch den kleinsten Stand auf dem Markt erreicht.