Die Kulturdezernentin Ana Pellicer nennt die Schenkung eine Sammlung ethnologischer, paläontologischer und fotografischer Stücke von großem Interesse, verbunden mit der Geschichte, den Traditionen und dem kollektiven Gedächtnis Benidorms und der Marina Baixa. Es ist nicht die erste Gabe der Familie Climent an das Archiv.
Zum Bestand gehören ein Dutzend handgefertigter Angelruten, die große Trommel der Musikgruppe Grupo Iris und eine Fossiliensammlung, gefunden in Benidorm und im Umland — in einem Gelände, das heute weitgehend im Naturpark Serra Gelada liegt, einem Kreideblock aus roten Mergeln und weißem Kalkstein, dessen Klippen versteinerte Dünen von etwa hunderttausend Jahren tragen.
Warum diese Werkzeuge nirgends mehr im Gebrauch sind, lässt sich in wenigen Jahreszahlen erzählen. 1952 gab Benidorm seine Almadraba auf, die feststehende Thunfischfalle, die den Fischfang der Stadt getragen hatte; die Fänge reichten nicht mehr. Vier Jahre später setzte Bürgermeister Pedro Zaragoza Orts den Generalbebauungsplan durch, der die Uferzone dem Tourismus zuwies. Die Männer, die Bootsnähte dichteten, wurden nicht mehr gebraucht.
Was von ihnen blieb, hing danach am Zufall einzelner Haushalte. Ein Handwerk verschwindet nicht mit einem Beschluss, sondern in dem Moment, in dem der letzte Kasten mit Eisen ausgeräumt wird.
Climents Entscheidung war die kleinste denkbare und zugleich die einzige, die zählte: nicht wegwerfen.
Benidorm hat für solche Entscheidungen einen Vorläufer. Der Pfarrer von Sant Jaume i Santa Anna, Lluís Duart i Alabarta, grub von 1950 bis zu seinem Tod 1983 auf dem Tossal und trug den größten Teil des archäologischen Bestands der Stadt zusammen; der Saal im Museu Boca del Calvari trägt heute seinen Namen. Auch die Familie Lloret Pérez hat dem Archiv soeben Material übergeben, darunter Filmaufnahmen von 1961.
Das Archiv ist werktags von neun bis vierzehn Uhr geöffnet. Wer dort nach dem Benidorm der Fünfzigerjahre fragt, findet nun auch die Hände, die es gebaut haben.