Eliüşük, Archäologe an der Universität Karabük, arbeitet mit einem Team von 45 Personen, darunter 15 Spezialisten aus Italien, über eine Saison von vier Monaten. Die Qualität der Bodenmosaike, sagt er, stehe der von Zeugma und anderen großen anatolischen Städten nicht nach. Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy machte den Fund öffentlich: etwa 105 Quadratmeter gut erhaltener Mosaikböden aus dem 4. Jahrhundert nach Christus, die Arbeiten gehen weiter.
Die Basilika wurde in ihrer ersten Bauphase in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts errichtet — derselben Zeit, aus der auch der Eros-Kopf stammt, um 150 bis 160. Was danach an ihr verändert wurde, erzählt vom Übergang: die Christianisierung der Stadt, ihre Erhebung zum Bischofssitz im 5. Jahrhundert. Bischöfe von Pompeiopolis stehen in den Teilnehmerlisten der Konzilien.
Die Stadt trägt den Namen ihres Gründers. Pompeius ordnete Kleinasien nach dem Sieg über Mithridates VI. von Pontos neu und legte sie an; sie wurde Metropole der römischen Provinz Paphlagonien, ihre Münzen zählen die Jahre von dieser Gründung an. Die Ruinen liegen auf und um den Hügel Zımbıllı Tepe im Tal des Gökırmak. Der moderne Ort verdankt seinen Namen der steinernen Brücke über den Fluss.
Die Villa des Geländes, im 2. Jahrhundert gebaut und bis ins 6. genutzt, misst etwa 3.000 Quadratmeter. Die Restaurierung konzentriert sich derzeit auf das 112 Quadratmeter große Triclinium, den Speiseraum für Gäste; zehn Quadratmeter wurden 2025 fertiggestellt. Getragen wird die Arbeit vom Kulturministerium, der Provinzverwaltung Kastamonu, der Kreisverwaltung und der Gemeinde Taşköprü, dazu ein Bergbauunternehmen als Hauptsponsor.
Paphlagonien war in römischer Zeit für Holz, Buchsbaum und Pferde bekannt, nicht für große Städte — was erklärt, warum eine Anlage dieser Größenordnung hier auffällt. Vor Ort nennt man Pompeiopolis das Ephesos des Schwarzen Meeres. Taşköprü selbst ist heute Türkeis wichtigster Knoblauchanbaukreis, sein Knoblauch geografisch geschützt und das Hauptexportgut. Die Grabung, vierzig Kilometer östlich von Kastamonu, ist das Zweite, was Besucher von außen in den Ort führt.