Die Woche gehört in Porirua nicht den Rednern, sondern den Räumen, in denen ohnehin gelebt wird. In der Stadtbibliothek gab es eine Sonderausgabe von Story World, im Kindy Gym wurde zweisprachig geturnt, Säuglinge und ihre Begleitpersonen kamen zu Waiata-Sitzungen zusammen. Es gab einen Workshop zum Poi-Flechten und einen Ausstellungsvortrag im Pātaka. Am Freitag trug der Pacific Night Market ein te-reo-Thema — eine naheliegende Verbindung in einer Stadt, in der 26,5 Prozent der Menschen zu den pazifischen Völkern zählen, der höchste Anteil außerhalb Aucklands.
Bürgermeisterin Anita Baker nahm teil, ebenso der Kulturberater und Kurator Te Rauparaha Horomona sowie Jarom Hippolite und Taku Parai. Die Kapa-Haka-Gruppe des Porirua College trug durch die Woche hindurch Gesang und Tanz bei. Die Stadtverwaltung nannte den Montagmorgen schlicht „very special".
Te Reo Towns, national getragen von Te Taura Whiri i te Reo Māori und Te Mātāwai, bittet die Städte Aotearoas um wenig Aufwand und viel Gewöhnung: die Sprache dort sichtbar, hörbar und benutzt zu machen, wo Menschen einkaufen, lesen, spielen.
Diese beiden Zahlen erklären, warum eine Sprachwoche in einer Hafenstadt mit Kindern beginnt und nicht mit Erwachsenen. Landesweit wächst die Zahl der Sprechenden; unter den Māori selbst bewegt sich der Anteil seit einem Jahrzehnt kaum. Wer die Lücke schließen will, muss dort ansetzen, wo Sprache noch beiläufig aufgenommen wird.
Porirua zählte 2023 59.445 Einwohner, 23,0 Prozent von ihnen Māori. Mana whenua sind Ngāti Toa Rangatira, deren Marae Takapūwāhia wenige Gehminuten vom Stadtzentrum am westlichen Ufer liegt. Die Arena trägt den Namen des Häuptlings, der den Iwi in den 1820er-Jahren von Kāwhia nach Süden führte. Nebenan steht das Pātaka, seit 1998 Galerie, Museum und Bibliothek in einem — benannt nach dem erhöhten Vorratshaus auf geschnitzten Pfosten, in dem Nahrung aufbewahrt wurde, trocken und außer Reichweite.
Das Datum der Woche ist kein Zufall: Sie enthält stets den 14. September, den Tag, an dem 1972 die Petition das Parlament erreichte. Fünfzehn Jahre später wurde te reo Māori Amtssprache. In Porirua wird daraus in diesem Jahr ein Lied, das ältere Kinder jüngeren beibringen — eine Weitergabe, die keiner Gesetzgebung bedarf.